Natur- & Umweltschutz

Der Wolf im JV Perleberg

Verdacht auf Wolfsfährte
Wenn ein Jäger einen Verdacht auf eine Wolfsfährte hat, müssen folgende Vorraussetzungen für eine fehlerlose Dokumentation erfüllt sein:
Gangart: geschnürter Trab
Auslaufen der Fährte nach Möglichkeit 2000 m im Schnee mindestens aber 100 m auf lockerem Boden oder Weg. Ideal ist so ein Nachweis bei Schneelage. Die Fährten werden dann vermessen und dementsprechend protokolliert und fotografiert. Eine einzelne Fährte kann niemand zweifelsfrei einem Wolf zuordnen.

Verdacht auf Wolfslosung
Wolfslosung an Ort und Stelle belassen, Info an mich, Losung muß innerhalb von zwei Tagen, wenn sie frisch ist, an das Senkenberginstitut in Görlitz geschickt werden. Weiterhin muß ebenfalls eine lückenlose Dokumentation in bildlich und schriftlich vorgeschriebener Form erfolgen.

Verdacht auf Wolfsriß
Wird ebenfalls nach genauen Merkmalen in bildlicher und schriftlicher Form dokumentiert

Die Nachweise über den Wolf gliedern sich in folgende Kategorien:

C1 Nachweis: Totfund, Foto, genetischer Nachweis

C2 Nachweis: bestätigte Hinweise von erfahrenen Personen, Dokumentation bestätigter Hinweise wie Risse, Losung und Spuren.

C3 Nachweis: Unbestätigte Hinweise die nicht von erfahrenen Personen kommen unklar oder mangelhaft sind

Größe eines Wolfsterritoriums in der Lausitz 200 km² im Durchschnitt

4-6 Welpen pro Jahr,

2-4 Wölfe/ 100 km² in der Lausitz

Jungwölfe bleiben je nach Nahrungsangebot 1-2 Jahre im Rudel und wandern danach ab und suchen sich ein anderes freies Territorium.

Für weitere Infos  oder Dokumentation von Spuren bin ich unter folgender Tel. Nr. zu erreichen:
0173 6101267

Uwe Roese

Beauftragter für Naturschutz im JV Perleberg